Arbeitskreis Mobilität – nachhaltig unterwegs
Der Arbeitskreis Mobilität von Stuttgart Solar beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Menschen und Güter künftig energieeffizienter, klimafreundlicher und nachhaltiger bewegen können. Dabei betrachten wir verschiedene Formen der Mobilität: vom Individualverkehr über den öffentlichen Personennahverkehr bis hin zur Fortbewegung mit dem Fahrrad und auf dem Wasser.
Unser Ziel ist es, Alternativen aufzuzeigen, praktische Erfahrungen zu ermöglichen und Menschen für eine zukunftsfähige Mobilität zu begeistern.
Elektromobilität: Energie effizient nutzen
Der Verkehrssektor gehört zu den großen Energieverbrauchern unserer Zeit. Gerade deshalb lohnt es sich, bestehende Mobilitätskonzepte zu hinterfragen und effizientere Alternativen kennenzulernen.
Elektrofahrzeuge können die eingesetzte Energie wesentlich effizienter nutzen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Wie groß der Klimavorteil tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie der benötigte Strom erzeugt wird. Besonders sinnvoll ist daher die Verbindung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien.
Doch wie effizient lässt sich ein Elektroauto tatsächlich fahren? Und wie viel Energie kann durch einen bewussten Fahrstil eingespart werden? Mit der ElektroEffizienzChallenge (EEC) machen wir diese Fragen praktisch erlebbar.
ElektroEffizienzChallenge – Effizienz erfahren
Ist es möglich, mit einem Elektroauto eine vorgegebene Strecke oder Zeitspanne möglichst effizient zu bewältigen, ohne zwischendurch nachzuladen? Und kann eine solche Herausforderung spannend sein, obwohl nicht die höchstmögliche Geschwindigkeit im Mittelpunkt steht?
Die ElektroEffizienzChallenge zeigt: Ja! Hier zählen ein vorausschauender Fahrstil, ein bewusster Umgang mit Energie und das richtige Gefühl für das Fahrzeug.
Je nach Veranstaltungsformat treten die Teilnehmenden beispielsweise an, um eine Strecke von 150 Kilometern oder eine Fahrzeit von 90 Minuten ohne Nachladung zu bewältigen. Die Akkuladung wird vor und nach der Challenge kontrolliert; die Höchstgeschwindigkeit ist auf 70 km/h begrenzt. Die Herausforderung besteht darin, die vorgegebene Aufgabe möglichst präzise und energieeffizient zu meistern – und dabei möglichst viele Runden zurückzulegen.
Unmöglich oder langweilig? Ganz und gar nicht! Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die Challenge sowohl für Teilnehmende als auch für Zuschauer spannend und lehrreich ist. Sie vermittelt, wie sich das eigene Fahrverhalten verändern lässt und wie Energieeffizienz im Alltag konkret umgesetzt werden kann.
Die ElektroEffizienzChallenge richtet sich an Menschen, die Elektromobilität erst kennenlernen möchten, ebenso wie an erfahrene Elektroautofahrerinnen und -fahrer sowie Unternehmen. Für Firmen bietet das Format beispielsweise eine Möglichkeit, Energieeffizienz im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten oder von Teambuilding-Maßnahmen praktisch zu erleben.
Die Challenge ist als nicht gewinnorientiertes Format konzipiert. Ihre Durchführung wird derzeit durch Teilnahmegebühren und private Zuschüsse finanziert. Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit erfahrenen Streckenbetreibern statt. Das Format ist als Breitensportdisziplin vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) anerkannt.
Mit dem Pedelec entspannt zur Arbeit
Viele Menschen würden gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, scheuen jedoch längere Strecken, Steigungen oder die Sorge, verschwitzt im Büro anzukommen. Das Pedelec bietet hier eine attraktive Alternative.
Sein Elektromotor unterstützt beim Treten und erleichtert damit den Weg zur Arbeit. So lassen sich auch längere Strecken und anspruchsvollere Routen mit weniger Anstrengung bewältigen. Gleichzeitig bleibt man in Bewegung, vermeidet lokale Abgase und kann gerade im Stadtverkehr häufig auf die Parkplatzsuche verzichten.
In Verbindung mit einem möglichst direkten Weg und einer geeigneten Ladeinfrastruktur kann das Pedelec einen wichtigen Beitrag zu einer alltagstauglichen und klimafreundlichen Mobilität leisten.
Solarboot – nachhaltige Mobilität auf dem Wasser
Auch auf dem Wasser gibt es Möglichkeiten, Energie einzusparen und Emissionen zu vermeiden. Während viele Boote weiterhin von Verbrennungsmotoren angetrieben werden, bieten elektrische Antriebe in Verbindung mit Solarenergie eine umweltfreundliche Alternative.
Mit unserem Solarboot-Projekt zeigen wir, wie sich Sonnenenergie für die Fortbewegung auf dem Wasser nutzen lässt. Ein solarbetriebenes Elektroboot fährt leise und verursacht während des Betriebs keine direkten Abgasemissionen.
Das Projekt macht erneuerbare Energien auf anschauliche Weise erlebbar und zeigt, dass nachhaltige Mobilität nicht an der Uferkante endet.
Gemeinsam die Mobilität von morgen gestalten
Ob Elektroauto, Pedelec oder Solarboot: Der Arbeitskreis Mobilität von Stuttgart Solar setzt sich dafür ein, energieeffiziente Alternativen bekannt zu machen und ihre Möglichkeiten praktisch zu vermitteln.
Denn nachhaltige Mobilität beginnt nicht erst mit einer neuen Technologie. Sie entsteht auch durch Wissen, eigene Erfahrungen und die Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren.


